Das Rauchen einer Zigarre verspricht Genuss und Entspannung - wenn die richtige ausgewählt wird. Als Einsteiger in diesem Bereich ist man jedoch häufig von der Auswahl restlos überfordert und es fällt schwer, eine gute Wahl zu treffen.


Welche Zigarren eignen sich für den Einstieg?


Wer sich ein wenig mit dem Thema Zigarrenrauchen beschäftigt, bekommt schnell eine Idee von der Vielfalt, die hier geboten wird. Etwas überfordert von all den Herkunftsländern, Marken und Formaten greifen viele dann zu dem, wovon sie schon viel gehört haben: eine Zigarre aus Kuba von grossen Marken. Ist die Zigarre dann auch noch teuer, verstärkt es das Gefühl, die richtige Wahl zu treffen. Und dann kommt die Enttäuschung, da die doch eigentlich so gute Zigarre im Hals brennt, viel zu scharf ist und im schlimmsten Fall einen Hustenreiz auslöst. Wer auf diese Erfahrung verzichten möchte, sollte deshalb gerade am Anfang Zigarren aus Ländern wie Kuba oder Nigaragua nicht beachten. Eine Zigarre aus diesen Ländern trägt zwar oft grosse Namen wie Cohiba, Romeo y Julieta oder La Aroma del Caribe - aber ist dann doch eher mittelstark bis sehr stark und somit für den Einstieg nicht geeignet.


Viel besser eignet sich für den Anfang eine Zigarre aus der Dominikanische Republik oder aus Honduras. Hier gibt es viele milde Sorten, die im Geschmack nicht reizen, sondern eher entspannen. Aromen wie erdige und holzige Noten sowie Kaffee, Vanille oder Schokolade sorgen für Genuss ohne Schärfe und unterstreichen die Milde. Enthält die Zigarre jedoch Gewürznoten, sollte man als Einsteiger erst einmal Abstand davon nehmen. Später bleibt noch genügend Zeit, um diese vielleicht sogar direkt aus einem Humidor zu geniessen. Neben der Herkunft und den Aromen, spielt auch das Format eine grosse Rolle beim Genuss. Im Laufe der Zeit haben sich viele verschiedene Formate entwickelt, die Aufschluss über Länge und Durchmesser und somit auch Rauchdauer einer Zigarre geben. So gibt es Formate, die eine Rauchdauer von 30 bis 45 Minuten versprechen und solche, bei denen man bis zu zwei Stunden geniessen kann. Eine lange Rauchdauer hört sich zwar auch am Anfang verlockend an, dennoch empfiehlt es sich, erst einmal bei kürzeren Zeiten zu bleiben. So wird man nicht so schnell von der Zigarre überfordert. Passende Formate sind hier beispielsweise Robustos und auch Coronas.


Direkte Empfehlungen


Zugegeben, der Einstieg in dieses Thema war auch hier noch sehr theoretisch und brachte bisher wenige richtige Tipps mit sich. Das ist allerdings auch bewusst so geschehen, denn nur mit dem Wissen um die Hintergründe, kann man Empfehlungen auch richtig einschätzen und eine gute Wahl treffen. Fragt man zehn verschiedene Zigarrenraucher, welche man für den Anfang wählen sollte, bekommt man viele Antworten. Mit dem Hintergrundwissen fällt es dann leichter, sich zu entscheiden.


Trotz allem sind ein paar direkte Tipps nie verkehrt, um die Orientierung zu erleichtern. Deshalb sollen sie auch hier nicht fehlen. Für den Einstieg empfehlen können wir beispielsweise aus der Dominikanischen Republik die The Griffin's Classic Robusto. Diese Zigarre ist mild und bietet viele Aromen, die gern mit Rum, Creme und einer angenehmen Süsse beschrieben werden. Mit einer Rauchdauer von etwa einer Stunde ist sie für Anfänger geeignet. Aus Honduras ist auch die Rocky Patel Vintage Connecticut Robusto zu empfehlen. Auch sie bietet etwa eine Stunde Rauchdauer und überzeugt mit milden und cremigen Aromen von Kaffee, fruchtigen Tönen und einer leichten Süsse.


Weitere Tipps für Einsteiger


Wer als Einsteiger mit dem Zigarrenrauchen beginnen möchte, braucht nicht viel. Ein Humidor ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht notwendig, herkömmliche Alutubus erfüllen hier auch den Zweck. Hilfreich sind jedoch auch schon am Anfang Cutter, mit denen die Zigarrenköpfe angeschnitten werden. Wie eine Zigarre richtig geschnitten wird, kann aus dem folgenden Video entnommen werden:


Cutter sind im Shop unter Zubehör zu finden. Und natürlich braucht man auch etwas, um die Zigarren zu entzünden. Von Benzinfeuerzeugen oder herkömmlichen Streichhölzern ist hier abzuraten. Eine bessere Wahl sind Zigarrenfeuerzeuge oder auch schwefelfreie Streichhölzer, damit der Genuss nicht verfälscht wird.

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