Zigarren sind der Inbegriff von stilvoller Eleganz und Genuss auf höchstem Niveau. Entgegen der landläufigen Meinung hängt der Genuss einer Zigarre jedoch nicht nur mit dem Tabak zusammen, der verwendet wird, sondern auch mit dem Format.

Verschiedene Zigarrenformate und ihre Qualitäten

Zigarrenkenner können allein beim Namen einer Zigarre schon erkennen, ob diese ihr Interesse weckt oder eher nicht. Der Name der Zigarre verrät nicht nur viel über die Marke und Herkunft, sondern auch das Format - und somit auch darüber, was man in den Bereichen Geschmack, Intensität und Rauchdauer erwarten kann. Das Format gibt im genauen Aufschluss über die Länge, Form und den Durchmesser (das Ringmass) der Zigarre. Diese Formate unterliegen keiner Norm, jedoch haben sich im Laufe der Zeit für bestimmte Masse Oberbegriffe entwickelt, die auch beim Zigarrennamen angeführt werden. Es gibt eine Vielzahl von Zigarrenformaten und viele von ihnen sind noch in verschiedene Unterbereiche eingeteilt, die noch einmal genaueren Aufschluss geben. So gibt es beispielsweise das Format Robust, Unterformate bezeichnen dann, ob diese Zigarre etwas kleiner, schlanker, dicker oder grösser als der herkömmliche Standard ist.

Die Formate sowie Unterformate machen es einfacher, die Rauchdauer der Zigarre einzuschätzen und geben gleichzeitig Aufschluss über den Geschmack und die Intensität. Das Format Corona beispielsweise ist eine der beliebtesten Zigarren. Sie verspricht eine mittlere Rauchdauer und sorgt mit einer gewissen Eleganz und einem dennoch kraftvollem Auftritt für viel Genuss. Wer es nicht ganz so kraftvoll mag und lieber auch feine Aromen beim Genuss wahrnehmen möchte, ist mit einer Robusto gut bedient. Besonders hochwertiger Tabak hingegen entfaltet seinen vollen Geschmack am besten in einer Churchill-Zigarre und milde Tabaksorten werden gern in Form von Zigarillos genossen, die aufgrund ihrer kleinen Durchmesser eine grosse Intensität aufweisen.

Welches Format für welchen Rauchertyp bzw. welche Gelegenheit?

Nicht jede Zigarre schmeckt jedem - und nicht jede Zigarre eignet sich für jede Gelegenheit. Für den kurzen Genuss zwischendurch lohnt es sich zum Beispiel nicht, wenn man auf eine Double Churchill zurückgreift. Sie hat eine lange Rauchdauer und somit wäre es Verschwendung. Gerade diese grossen Formate sind auch für Anfänger nicht zu empfehlen. Die Rauchdauer überfordert dabei oft und mindert somit den Genuss.

Frauen greifen gern auf schlanke Formate zurück, da sie viel Eleganz ausstrahlen. Ist hier jedoch kein milder Tabak verarbeitet, können die schlanken Zigarren gerade zum Ende hin viel Schärfe transportieren. Formate, die einen runden, ausgeglichenen Geschmack bieten, wie die Robusto oder auch die Churchill, sind da oft die bessere Wahl, wenn die Zeit es zulässt. Erfahrene Raucher, aber auch Gelegenheitsraucher, die sich bewusst die Zeit für den Genuss nehmen, greifen gern auf Formate wie die Toro oder auch Lonsdale zurück, da sie eine lange Rauchdauer versprechen.

Zu den beliebtesten Zigarrenformaten zählen neben den bereits erwähnten auch die Torpedo, Perfecto und Pantela. Grundsätzlich sagt das Format einer Zigarre nicht viel über die Herkunft des Tabaks aus, jedoch können einige Anbaugebiete den Geschmack und die Intensität des Formats positiv beeinflussen, so dass beispielsweise Pantelas aus Cuba oder Honduras zu bevorzugen sind.

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